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Bürgermeister-News November 2/2024

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sitzt am Schreibtisch

Liebe Bremerinnen und Bremer, liebe Bremerhavenerinnen und Bremerhavener,

ich beginne heute mal mit einem Eingeständnis: Wer mir vor vier Jahren auf dem Höhepunkt der Pandemie gesagt hätte, dass wir heute, im Jahr 2024, mehr Besucherinnen und Besucher in unserer Innenstadt begrüßen können als vor Corona, dem hätte ich … Nein, nicht den Vogel gezeigt, das verbietet mir meine Kinderstube. Aber geglaubt hätte ich ihm kein Wort.

Aber es ist so, das belegen die Zahlen der City Initiative, des Zusammenschlusses der Innenstadt-Kaufleute. Immer mehr Menschen kommen in die Innenstadt, kaufen hier ein, gehen essen, besuchen die Bücherei oder ganz aktuell unseren stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Und die Zahlen beruhen nicht auf Schätzungen, nicht auf Umfragen und nicht auf Prognosen, sondern auf den Messergebnissen fest installierter Laser-Zähler, die an den Standorten Am Wall, Obernstraße, Sögestraße und im Schnoor jeden Passanten registrieren. Völlig anonym selbstverständlich, aber genauso unbestechlich und objektiv.

Das Ergebnis: Rekordzahlen! Wir haben damit nicht nur die Corona-Delle wieder wettgemacht, sondern wir liegen weit über den Vor-Corona-Zahlen – im klaren Gegensatz zum Bundestrend. Lassen Sie mich nur ein, allerdings überaus beeindruckendes Beispiel nennen: Mehr als 1,7 Millionen Menschen besuchten im Juni 2024 die City. Und damit nicht nur 500.000 oder gut 40 Prozent mehr als noch im Juni 2019, sondern so viel wie noch nie seit Einführung des Zählsystems. Ein Trend, der sich in den folgenden Monaten übrigens fortgesetzt hat. Im Juli, im August, im September und im Oktober – in jedem einzelnen Monat wurden die 2019-Zahlen deutlich übertroffen.

Mir macht das Mut, dass unsere Innenstadt weiter zulegt und an Attraktivität gewinnt. Denn es tut sich einiges in der City. Ich denke da an die Universität im ehemaligen Landebank-Gebäude, an die Genuss-Box auf dem Domshof, an die Neu- und Umbauten im Balgequartier mit dem Stadtmusikanten- und Literaturhaus, an das geplante Welterbezentrum in der Unteren Rathaushalle, an den Umbau der Glocke, an den Neubau auf dem Grundstück des Parkhaus Mitte und – ganz aktuell – an das Horten-Gebäude, das wir mit unserer Stadtentwicklungsgesellschaft vor gut einer Woche gekauft haben. Jetzt können wir auf den Grundstücken Parkhaus Mitte und Horten das Herz der Innenstadt neu zum Schlagen bringen.

VIDEO: Statement zum Erwerb des Horten-Kaufhauses

Das ist ein Meilenstein beim Umbau der City von einer reinen Einkaufsmeile hin zu einer Innenstadt für alle. Mit attraktiven Geschäften, keine Frage, denn die werden immer der Schwerpunkt sein. Aber auch mit Büros, Gastronomie, Wohnungen, Kultur und wissenschaftlichen Einrichtungen. Geht alles glatt, wird das Parkhaus 2027 abgerissen und 2028 ziehen die ersten Mieter ins ehemalige Horten-Gebäude ein. Ich bin gespannt, wie es dann dort aussieht. Und ich freue mich darauf. Ich bin überzeugt: Wir haben allen Grund, optimistisch nach vorne zu schauen!

Ihr Andreas Bovenschulte

Unterschrift Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats


#BETRIEBSBESUCH

Rundgang durch das Kaffeewerk von JDE: Bürgermeister Andreas Bovenschulte und  die General Managerin von JDE Peets für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), Uschi Wagener

Es reicht an Bremen vorbeizufahren, und man hat den Kaffeegeruch in der Nase. Das Heißgetränk gehört zu Bremen wie die Stadtmusikanten und Werder Bremen. Einer der großen Player im Geschäft ist das Unternehmen JDE Peet's, das ich kürzlich besichtigen durfte. In dem Kaffeewerk in Bremen-Hemelingen arbeiten rund 350 Beschäftigte, inklusive der Angestellten in der Verwaltung beschäftigt das Unternehmen etwa 600 Menschen. Hergestellt werden in dem Werk rund 200 Produkte für Deutschland sowie internationale Märkte, in erster Linie löslicher Kaffee und Produkte, die in ganzer Bohne vertrieben werden. Es ist sehr beeindruckend, mit welchem Aufwand und welcher Innovationskraft hier daran gearbeitet wird und was alles dazu gehört, um am Ende einen guten Kaffee in seiner Tasse zu haben.

Vielen Dank für die Eindrücke und den toll organisierten Besuch!


#SPACE_TECH_EXPO

Bremen präsentiert sich auf der Space Tech Expo Europe mit einem eigenen City of Space-Stand, organisiert von AVIASPACE Bremen e.V. und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

Zum siebten Mal war die Space Tech Expo Europe in Bremen zu Gast. Als Europas größte Raumfahrtmesse bringt die Veranstaltung Fachleute und Unternehmen aus der internationalen Raumfahrtbranche zusammen. Raumfahrt gehört zu Bremen inzwischen genau so selbstverständlich wie die Häfen. 12.000 Beschäftigte in der Branche sind ein Wort.

Die Messe hat erneut deutlich gemacht, dass wir dem All so nah sind wie vermutlich noch nie. Satelliten sichern unsere Kommunikationsbedarfe und Forschungsprojekte, etwa in der Medizintechnik, die sich zum Teil nur in Schwerelosigkeit durchführen lassen. Gleichzeitig ist ist die Raumfahrt ein Innovationstreiber. Allein das ESA-BIC Northern Germany hat im Rahmen der Messe 20 Start-ups vorgestellt.

Ganz toll war auch Bremens "City of Space"-Stand, organisiert von AVIASPACE Bremen e.V. und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Hier wurde in Zusammenarbeit mit dem Enterprise Europe Network erneut ein kostenloses B2B-Matchmaking angeboten, das mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besucht haben.

Weitere Informationen unter PRESSEMITTEILUNG "Bremen begrüßt internationale Raumfahrtszene zur Space Tech Expo Europe 2024"


#PLATTBEATS

Bürgermeister Andreas Bovenschulte steht auf der Bühne und eröffnet das Plattbeatsfestival.

Dat hett richtig Spaaß maakt! Am vergangenen Samstag war ich beim Finale von "Plattbeats", Norddeutschlands größtem Songcontest, im Zentrum für Kunst im Tabakquartier dabei – und durfte sogar selbst mit einer kleinen musikalischen Einlage auf Platt zur Eröffnung beitragen!

Erstmals fand das Finale in Bremen statt, und die rund zehn Bands und Solokünstlerinnen und -künstler haben eindrucksvoll gezeigt, wie gut Plattdeutsch und Musik zusammenpassen. Vielen Dank an das "Länderzentrum für Niederdeutsch" für die Einladung. Es war ein fantastischer Abend, der unsere plattdeutsche Kultur auf die Bühne geholt hat.

Wer sich einen Eindruck von meinen – zugegeben ausbaufähigen – plattdeutschen Musikkünsten verschaffen möchte, sollte hier einmal reinschauen: VIDEO von der Plattbeats-Eröffnung


#WILHELM_KAISEN_BÜRGERMAHL

Janis McDavid mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Antje Grotheer.

"Wir haben kein Recht auf Demokratie. Demokratie ist unsere Pflicht, wenn wir wir sein wollen!" - mit diesem starken Worten hat sich Janis McDavid, Vordenker für Inklusion und Gleichberechtigung in das Goldene Buch der Freien Hansestadt Bremen eingetragen. Er war in diesem Jahr der Ehrengast beim Wilhelm Kaisen Bürgermahl. Zu dieser besonderen Veranstaltung waren wieder 150 Gäste in der Oberen Halle des Bremer Rathauses zu Gast.

Im Zuge des Abends werden Spenden gesammelt, die den bedürftigen Menschen in unserem Land zu Gute kommen sollen. Ohne Spenden wäre die Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen kaum denkbar. Mit dem bewusst schlicht gehaltenen Bürgermahl wird den Spenderinnen und Spendern aus Wirtschaft und Gesellschaft und den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz gedankt. Sponsorin des diesjährigen Bürgermahls war die VuK-Stiftung.

Der Abend ist ganz im Sinne Wilhelm Kaisens. Bremens ehemaliger Bürgermeister hat in schwierigen Zeiten mit positivem Blick nach vorne geblickt und den Menschen Hoffnung gegeben. Dieser Abend ist eine schöne Tradition des Bremer Bürgersinns, des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Hier in Bremen sind die, die mehr haben, schon immer für die Menschen da, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dafür danke ich allen, die die Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe unterstützen.


#DEMOKRATIEGESCHICHTE

Bürgermeister Andreas Bovenschulte enthüllten die Plakette am Alten Rathaus.

Seit kurzem hängt die Plakette "Ort der Demokratiegeschichte" am Bremer Rathaus. Das Bremer Rathaus ist seit Jahrhunderten ein republikanischer Ort, der Ort bürgerschaftlicher Autonomie und Selbstbestimmung. Es steht dafür, dass Demokratie nicht vom Himmel fällt, sondern erstritten und manchmal erkämpft werden muss. Die Plakette erinnert daran, dass vom Balkon des Rathauses aus am 15. November 1918 vom Arbeiter- und Soldatenrat die Machtübernahme verkündet wurde.

Die Geschichte der Novemberrevolution in Bremen beginnt neun Tage vor der Machtübernahme durch die Räte: Nach dem Kieler Matrosenaufstand vom 3. November erfuhren Bremer Soldaten am 6. November 1918, dass ein Zug mit wegen ihrer Beteiligung am Aufstand gefangen genommenen Matrosen im Bremer Hauptbahnhof stehen solle. Es bildete sich ein Soldatenrat und die Befreiung der Kameraden aus dem Zug wurde beschlossen; Werftarbeiter schlossen sich dem an. Bereits am Folgetag fanden Betriebswahlen zu einem Arbeiterrat statt.

Verliehen wird die Plakette von der "Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte".


#TEILHABE

Andreas Bovenschulte (mitte) spricht anlässlich des Treffens mit den Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB). Andreas Conrads (links außen), Kai Steuck (links) und Arne Frankenstein (rechts).

Es ist unser erklärtes Ziel in Bremen und Bremerhaven, Menschen mit Behinderungen eine vollumfängliche gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Wichtige Bausteine dafür sind ein inklusives Schulsystem und Arbeitsangebote im allgemeinen Arbeitsmarkt. Bremen verfolgt seit Jahren das Ziel, ein sozial gerechtes und inklusives Umfeld für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Das habe ich im Rahmen eines Treffens mit den Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB) in Bremen wiederholt hervorgehoben.

Bremen unterstützt unter anderem mehr dezentrale Wohnmöglichkeiten für Personen mit besonderem Betreuungsbedarf, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen angepasst sind. Dadurch fördern wir die soziale Inklusion und verbessern die Lebensqualität der betroffenen Menschen nachhaltig. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zunehmende Integration von Beschäftigten aus Werkstätten für Behinderte in den ersten Arbeitsmarkt.

Zentral ist: Auf dem Weg zu einem inklusiven und chancengerechten Miteinander sind wir alle gefragt. Nur gemeinsam lassen wir niemanden zurück.


#VEGESACK

Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Gespräch bei der Bürger:innen-Versammlung in Vegesack

Es ist sehr ermutigend, wenn sich 350 Menschen auf den Weg machen, um mit ihrem Bürgermeister über die Herausforderungen im Stadtteil zu diskutieren. So wie bei der Versammlung mit Bürgerinnen und Bürgern in Vegesack. Der Raum im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus war wirklich sehr gut gefüllt und die Debatte überaus respektvoll – eine ganz tolle Atmosphäre.

Die Anliegen, mit denen die Menschen den Abend gestaltet haben, waren so wichtig wie vielfältig. Über drei Stunden haben wir uns über die Betreuungssituation im Stadtteil, die Wirtschaftskraft im Norden und die Anbindung an die Stadt so wie Fragen rund um Frieden und Freiheit besprochen. Dabei wurde deutlich, wie enorm aktuell in den Standort Vegesack investiert wird. Und auch, dass nach großen Kraftanstrengungen etlicher Beteiligter die aktuellen konkreten Betreuungsbedarfe bedient werden konnten. Wer für sein Kind einen Kita-Platz anfragt, bekommt aktuell in Vegesack auch einen. Das ist eine gute Nachricht!

Klar ist aber auch, Bremen-Nord hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen und Zuwanderung immer wieder verändert. Es ist wichtig, dass wir als Politik hier ein Augenmerk hinlegen – was wir mit Investitionen sowie Manpower auch tun und weiter tun werden.


#INTERNATIONAL

Bürgermeister Andreas Bovenschulte begrüßte den Botschafter Großbritanniens, Andrew Jonathan Mitchell, und Honorarkonsul Hans-Christoph Enge (von links).

Der Botschafter des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Andrew Jonathan Mitchell, war zum Antrittsbesuch im Rathaus. Der Besuch unterstreicht die langjährige und enge Partnerschaft zwischen Bremen und dem Vereinigten Königreich. Unsere Gespräche haben gezeigt, dass wir trotz der neuen Rahmenbedingungen seit dem Brexit zahlreiche Chancen für eine vertiefte Zusammenarbeit sehen, sei es in den Bereichen Wirtschaft, Klimaschutz oder Luft- und Raumfahrt. Natürlich durfte sich der Botschafter ins Goldene Buch der Stadt Bremen eintragen.

Zur Pressemitteilung Botschafter Großbritanniens zum Antrittsbesuch im Rathaus


#EHRUNG

Bürgermeister Bovenschulte übergibt das Bundesverdienstkreuz an Renate Scheidt.

Mit ihrem Einsatz für Bewegung, soziale Teilhabe und Lebensfreude älterer Menschen hat Renate Scheidt weit über die Grenzen Bremens hinaus gewirkt und das Miteinander gestärkt. Dafür wurde sie mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für den Seniorentanzsport hat Renate Scheidt nicht nur Bewegung und Lebensfreude gefördert, sondern auch einen unschätzbaren Beitrag zur sozialen Teilhabe und zum Gemeinwohl geleistet. Sie hat gezeigt, wie wichtig es ist, älteren Menschen Raum für Gemeinschaft und Aktivität zu geben.

Zur Pressemitteilung Renate Scheidt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet